Waldtag April 2019

Bei der Vorbereitung des heutigen Waldtages habe ich am morgen im Wald etliche Weinbergschnecken entdeckt.

Phantastisch diese Tiere! Jedes Häuschen sieht ein bisschen anders aus.

Habt Ihr schon einmal einer Schnecke beim essen zugehört? Man hört richtig wie sie ihre Nahrung "zerraspelt"!

Der Raiffeisen Baumlehrpfad der zum Renedal führt ist um diese Jahreszeit am Morgen und bei feuchten Wetter ein wahres Weinbergschnecken Paradies! ACHTUNG, man muss sehr gut schauen wo man hintritt. Wir haben sehr viele Schnecken gesehen.

Wir konnten auch ein paar leere Häuschen mitnehmen - es lohnt sich gut zu überprüfen ob das Häuschen ganz leer ist oder noch ausgespült werden sollte. Sonst gibt es eine stinkende Überraschung!

 

Weinbergschnecken

Die Weinbergschnecke vergräbt sich im Winter in der Erde. Sie verschliesst ihr Häuschen mit einem Kalkdeckel der sie schützt.

Weissmündige Bänderschnecke

Im Volksmund auch Hüslischnegg genannt.

Auch wenn Gartenbesitzer wenig Freude an diesen Tieren haben, sind die Schnecken trotzdem wichtig für den Kreislauf der Natur.

Schnecken bilden die Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Zum Beispiel diverse Vögel, den Igel und auch einige Käferarten. Viele Tiere schätzen die Hüsli Schnecken auf ihrem Speiseplan als Kalziumquelle.

Posthornschnecke

Lebt in Biotopen,Weihern. (Im Renedal) Sie frisst Algen und abgestorbene Pflanzenteile und leistet somit einen wichtigen Beitrag im natürlichen Kreislauf.

Der "Pflästerlischnegg"

Liebling der Waldtag Kinder und wichtige Figur im Waldtheater.

Der Regenbogenschnegg

Auch eine Figur aus unserem Waldtheater.

Häufigste Kinderfrage: Gibt es Den wirklich?

Beim heutigen Waldtheater war das Thema nun gesetzt: Schnecken!

Zipf und Zepf die beiden neugierigen Zwerge entdeckten die viiielen verschiedenen Schneckenhäuschen und waren darob grad auch aus dem Häuschen! :)

 

Beim Waldplatz angekommen begannen wir sogleich mit Feuer machen. Wir hatten einiges vor: Zum Zmittag gab es die beliebten Calzone (Pizza) und anschliessend wollten wir noch Eier färben.

Obwohl Ostern ja bereits vorbei sind wollte ich dieses tolle Erlebnis den Kindern ermöglichen.

Eier färben auf dem Feuer ist etwas besonderes.Wir färben immer mit Naturmaterialien.

Dieses Jahr waren es: Holunderpulver, Nusschale & Cochenille Läuse.

 

Holunder kennt ihr bestimmt, man nimmt den Saft der reifen dunkelvioletten Beeren die im Herbst am Strauch wachsen.In der Drogerie kann man das Pulver zum Eierfärben kaufen.

Die Nusschale der Baumnuss ist ebenfalls stark färbend, es gibt ein Braunton.

Ganz exklusiv ist der Cochenille Farbstoff, der Rot färbt.

 

Die Cochenille-Läuse leben auf Feigenkakteen; diese wurden Anfang des 19. Jahrhunderts aus Südamerika, insbesondere Mexico, nach Lanzarote eingeführt. Die Läuse werden bei einer Größe von knapp 4 mm geerntet. Dann werden die Läuse getrocknet und zu Pulver gemahlen. So wird die sich in den Läusen befindliche Farbe extrahiert und kann als natürlicher Farbstoff weiterverarbeitet werden. Bereits um 1870 produzierte man auf diese Weise knapp 3000 Tonnen dieses Farbstoffes, dabei muss man für 1 Kilo Farbe rund 150.000 Läuse verarbeiten. Auch die Azteken benutzten den roten Farbstoff, Karmesin genannt, um z. B. Stoffe zu färben.

Der natürliche Farbstoff wird für Lebensmittel, Kosmetika sowie Arzneimittel verwendet. Campari z. B. erhält seine leuchtend rote Farbe durch diesen Farbstoff.                                                 Quelle: Internet

oben das Holunder Ei, unten das Ei das mit Cochenille Läusen und Blauholz gefärbt wurde.

Auf dem Heimweg schauten wir im Renedal nochmal ob sich eventuell doch noch ein Bergmolch zeigte. Leider war nichts zu sehen - kein Wunder unsere Bande von 14 Kindern war wohl doch etwas zu laut unterwegs.

Fröhlich und ein bisschen überstellig kamen wir unten am Besammlungs-platz an. Genau jetzt begann es zu regnen!

Der perfekte Moment um nach Hause zu gehen.

Bis zum nächsten mal!

 

Kathrin